Traditionelle Maurische Kleidung
Die traditionelle maurische Kleidung offenbart die Lebensweise, das Klima und die Kultur der Mauren. Das raue Wüstenklima zwingt die Mauren, ihre Haut vor der Sonne, der Hitze tagsüber und der Kälte nachts zu schützen.
Die traditionelle maurische Kleidung offenbart die Lebensweise, das Klima und die Kultur der Mauren. Die Rauheit des Wüstenklimas zwingt die Mauren, ihre Haut vor der Sonne und der Hitze tagsüber sowie der Kälte nachts zu schützen. Da der Islam das Bedecken des Körpers gebietet, scheint die Wüstentracht bestens geeignet zu sein!
Die traditionelle Kleidung maurischer Männer
Die traditionelle Kleidung maurischer Männer besteht aus einem Drâa, einem Sarouel und einem Haouli. Die Mauren sind ihrer Tracht sehr verbunden und tragen sie täglich, selbst wenn sie in der Stadt leben und arbeiten.
Der Drâa
Der Drâa, gemeinhin als "Boubou" bekannt, ist eine lange, weite und fließende Tunika mit Ärmeln, die man bei großer Hitze zusammenlegt und über die Schultern schiebt. An den Seiten angenähte Taschen dienen zur Aufbewahrung persönlicher Gegenstände.
Der Drâa wird aus einfacher Baumwolle oder gemustertem Bazin gefertigt, manchmal mit hübschen Bordüren verziert. Synthetische Stoffe werden ebenfalls immer beliebter.
Die Farbe ist immer blau oder weiß oder eine Kombination beider. Man vermutet, dass diese Farben neutral sind und weder Wärme noch Kälte speichern.
Der Sarouel
Der Boubou wird immer mit einem Sarouel getragen, einer Pumphose, die auch in der westlichen Welt immer beliebter wird. Dieses Kleidungsstück wurde während der Zeiten der persischen Invasionen nach Afrika eingeführt. In Mauretanien wird er mit einem Ledergürtel getragen, der über der Hose hervorragt. Er ist luftig und angenehm zu tragen im Sommer.
Die Farbe ist immer schwarz, blau oder weiß. Das ist sehr praktisch für Wanderungen in der Wüste. Ob zu Fuß oder auf einem Kamel reitend, der Sarouel bietet viel Bewegungsfreiheit. Es ist überhaupt nicht störend!
Der Haouli
Um den Boubou und den Sarouel zu vervollständigen, trägt der Maure einen Haouli. Das ist eine Art Turban mit einer Länge von etwa 4 bis 8 Metern, den man um Kopf und Gesicht wickelt. Dies dient dem Schutz von Kopf und Haut vor der Sonne und den Sandwinden in der Wüste.
Der Drâa wird nicht nur in der Wüste getragen; Männer tragen ihn während religiöser Feste, Zeremonien, Hochzeiten usw.
Die traditionelle Kleidung maurischer Frauen
Für maurische Frauen ist die Melafah das traditionelle Kleidungsstück schlechthin.
Die Melafah
Dies ist ein langer, rechteckiger, feiner und geschmeidiger Schleier, der die Frau von Kopf bis Fuß einhüllt. Wer schon einmal in Indien gereist ist, könnte ihn mit dem Sari vergleichen. Er funktioniert praktisch gleich, da der Stoff um den Körper gewickelt, an den Schultern geknotet wird, bevor er die Haare bedeckt. Da am Ende noch viel Stoff vorhanden ist, wird dieser nach hinten über die linke Schulter geworfen.
Sie sind in einfarbigen und mehrfarbigen Tönen erhältlich und können zum Kleid, zu den Schuhen, der Handtasche, dem Schmuck und dem Make-up abgestimmt werden.
Darunter kann man auch ein Body, einen weiten Rock oder eine Hose tragen. Das Outfit wird zu allen Gelegenheiten getragen: Wanderung im Adrar, Hochzeit, Fest usw.
Häufig gestellte Fragen
Der Drâa (oder Boubou) ist eine lange, weite Tunika, die von maurischen Männern in Mauretanien getragen wird. Aus Baumwolle oder gemustertem Bazin gefertigt, normalerweise in Weiß oder Blau, wird er mit einem Sarouel (Pumphose) und einem Haouli (Turban) getragen. Diese Tracht wird sowohl im Alltag als auch bei religiösen Zeremonien und Festen getragen.
Die Melafah ist ein langer, rechteckiger, feiner und geschmeidiger Schleier, der die maurische Frau von Kopf bis Fuß einhüllt. Ähnlich wie der indische Sari im Wickelprinzip, ist sie in einfarbigen oder mehrfarbigen Tönen erhältlich und kann zu Kleid, Schmuck und Schuhen abgestimmt werden. Sie wird zu allen Gelegenheiten getragen, vom Alltag bis zu Hochzeiten.
Weiß und Blau sind in maurischen Trachten vorherrschend, da man annimmt, dass diese Farben neutral sind und weder die Sonnenwärme noch die Kälte der Wüstennächte speichern. Diese Anpassung an das mauretanische Wüstenklima ist der Kern der traditionellen Kleiderwahlentscheidung.
Ja, es ist möglich, traditionelle maurische Kleidung auf den Märkten und in den Souks Mauretaniens zu kaufen, besonders in Nouakchott oder in der Adrar-Region. Dort finden Sie aus Baumwolle oder gemustertem Bazin gefertigte Drâas, Sarouels und Melafahs. Dies ist ein schönes Reiseandenken und eine Möglichkeit, in die lokale Kultur einzutauchen.
Nein, Drâa und Sarouel werden von maurischen Männern in vielen Kontexten getragen: im Alltag in der Stadt, bei religiösen Festen, Hochzeiten und Zeremonien. Selbst Mauren, die in urbanen Gebieten leben und arbeiten, tragen diese traditionellen Kleidungsstücke weiterhin, was ihre tiefe Verbundenheit mit ihrer Kultur zeigt.


